Niemand freut sich über Post, in der eine Beitragsanpassung angekündigt wird. Es ist nur verständlich, wenn Sie sich in diesem Moment fragen: „Warum wird meine Versicherung schon wieder teurer?“.
Wir möchten heute transparent und ohne „Versicherungs-Kauderwelsch“ erklären, was hinter diesen Anpassungen steckt. Denn am Ende geht es nicht um bloße Zahlen, sondern um Ihre bestmögliche medizinische Versorgung.
Warum steigen die Kosten für unsere Gesundheit?
Es gibt im Wesentlichen drei Gründe, warum die Ausgaben im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten stetig steigen – und das übrigens in der privaten (PKV) wie in der gesetzlichen (GKV) Versicherung gleichermaßen:
- Der medizinische Fortschritt – Medizin von morgen schon heute: Die moderne Medizin vollbringt Dinge, die vor 20 Jahren noch undenkbar waren. Neue, hochkomplexe Medikamente (sogenannte „Biologicals“) oder innovative Gentherapien können heute Krankheiten heilen oder lindern, die früher als unheilbar galten. Dieser Fortschritt rettet Leben, ist aber in der Entwicklung und Anwendung deutlich teurer als herkömmliche Behandlungen.
- Wir leben länger und bleiben länger aktiv: Das ist eine wunderbare Nachricht! Doch ein längeres Leben bedeutet statistisch gesehen auch, dass wir die Leistungen des Gesundheitssystems über einen längeren Zeitraum und intensiver in Anspruch nehmen. Zudem nehmen chronische Erkrankungen im Alter zu, was die Gesamtkosten für die Gemeinschaft aller Versicherten erhöht.
- Allgemeine Preissteigerungen im System: Nicht nur die Energiepreise oder Mieten steigen, sondern auch die Kosten für Personal in Kliniken und Praxen. Zudem sorgt die Inflation zeitversetzt dafür, dass Honorare und Sachkosten im medizinischen Bereich angepasst werden müssen.
Ein Blick auf die Fakten: 5 Prozent sind der „Standard“
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Kosten für Krankenversicherungen in den letzten 50 Jahren im Schnitt um etwa 5 % pro Jahr gestiegen sind. Das gilt systemübergreifend. Während die gesetzliche Kasse oft Leistungen kürzt oder versteckte Zusatzbeiträge erhebt, werden in der privaten Versicherung die Beiträge angepasst, um das vertraglich garantierte Leistungsniveau auf höchstem Standard zu halten.
Was tut Ihr Versicherer für Sie?
Die PKV ist darauf ausgelegt, dass Sie auch im Alter exzellent versorgt sind. Dafür bildet der Versicherer einen „Sparpuffer“ – die sogenannten Alterungsrückstellungen. Diese sorgen dafür, dass die Beiträge nicht allein deshalb steigen, weil Sie älter werden. Anpassungen werden erst dann gesetzlich zur Pflicht, wenn die tatsächlichen Kosten für Behandlungen die kalkulierten Werte um einen gewissen Schwellenwert übersteigen.
Gute Nachrichten für Ihre Sicherheit:
- Garantie: Ihr Leistungsumfang ist vertraglich garantiert und kann nicht einseitig durch den Versicherer gekürzt werden.
- Flexibilität: Wenn der Beitrag für Sie zur Belastung wird, gibt es innerhalb Ihres Versicherers oft Möglichkeiten zum Tarifwechsel (nach § 204 VVG), bei dem Sie Ihre angesparten Puffer behalten können.
- Qualität: Wenn es darauf ankommt – etwa bei einer schweren Operation – zählt für Sie nur der Erfolg des Eingriffs. Ihre Versicherung stellt sicher, dass Sie Zugang zu den modernsten Heilmethoden haben.
Unser Versprechen
Wir verstehen, dass jede Preiserhöhung ärgerlich ist. Doch hinter jeder Anpassung steht das Ziel, Ihnen auch in 10, 20 oder 30 Jahren genau die medizinische Hilfe zu ermöglichen, die Sie dann benötigen.
Haben Sie Fragen zu Ihrem Tarif oder wünschen Sie eine individuelle Beratung zu Ihren Optionen? Wir sind gerne für Sie da und prüfen gemeinsam mit Ihnen, wie Ihr Versicherungsschutz optimal zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passt.
